Exklusive Einblicke: Alfa Romeo 4C

18.03.2014 | Anja Sauer | News

Alfa Romeo 4c
Die 500 Kunden, die sich für einen der ersten Alfa Romeo 4C als „Launch Edition“ entschieden hatten, können sich nicht nur so glücklich schätzen – das zeigte schon unser Fahrbericht – sie wurden nun auch zu einer exklusiven Reise nach Italien eingeladen.

Das neue Auto im Werk abzuholen, ist für sich bereits eine besondere Angelegenheit. Einen noch spannenderen Event erlebten jetzt 21 der ersten Käufer des Alfa Romeo 4C. Auf Einladung von Alfa Romeo besuchten die Gäste aus Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und der Schweiz die Produktionsstätte des Sportwagens in Modena und nahmen anschließend an einem Sportfahrer-Training auf der Rennstrecke von Varano teil. Schon bei der Präsentation im letzten Jahr hatte Alfa angekündigt, besondere Events und Service-Leistungen anzubieten.

Für die zukünftigen Besitzer des Alfa Romeo 4C „Launch Edition“, einer auf 500 Exemplare limitierten Sonderserie des zweisitzigen Hightech-Coupés, begann die Italien-Reise im Maserati Werk in Modena. Gezeigt wurden den Gästen die einzelnen Produktionsschritte des Alfa Romeo 4C, der hier Seite an Seite mit den Luxussportwagen von Maserati gefertigt wird.

Seit Ende der 1930er Jahre werden alle Maserati in der Viale Ciro Menotti in Modena gebaut. In den vergangenen sieben Jahrzehnten haben dieses Werk legendäre Rennautos und faszinierende Straßenfahrzeuge verlassen. Alleine in den letzten zehn Jahren waren es unter anderem die Modelle Quattroporte, Granturismo und Grancabrio. 2007 öffnete das Maserati Werk in Modena zum ersten Mal seine Pforten für eine andere Marke mit ebenso beeindruckender Tradition: Mit dem Supersportwagen Alfa Romeo 8C Competizione startete die erste Auftragsfertigung.

Das Maserati Werk steht an der Schnittstelle zwischen Großserienfertigung und Manufaktur. Rationelle Herstellungsprozesse und Handwerkskunst existieren hier gleichberechtigt, technologische Innovation trifft auf ausgeprägte Liebe zum Detail. Diese Philosophie ist tief in der DNA von Maserati verankert. Zusammen mit dem historischen Hintergrund war dies ausschlaggebend für die Entscheidung, den Alfa Romeo 4C in Modena zu fertigen.

Ein Maßstab für die Geschwindigkeit der Produktion ist die so genannte Taktzeit. Damit wird gemessen, wie lange durchschnittlich das Fahrzeug an einer Arbeitsstation verweilt. In der Großserienfertigung sind dank weitgehend auto-matisierten Abläufen Taktzeiten von 50 Sekunden keine Seltenheit. Im Maserati Werk in Modena benötigt eine Stufe im Produktionsprozess zwischen 20 und 40 Minuten, und der Mensch spielt die Hauptrolle. Die Mitarbeiter sind trotz ihrer hohen Qualifikation und meist mindestens fünf Jahren Erfahrung bei Maserati ungewöhnlich jung, im Durchschnitt erst 29 Jahre alt. Etwa 60 Prozent von ihnen haben eine qualifizierte Berufsausbildung, Abitur oder sogar einen Hochschulabschluss. Sie sind in der Lage, an bis zu 40 unterschiedlichen Stationen eingesetzt zu werden – vom ersten Montageschritt bis zur Endkontrolle. Dieses Produktionsumfeld ist integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts, das hinter dem Alfa Romeo 4C steht.

 

Um das dynamische Potenzial des Alfa Romeo 4C am eigenen Leib und vor allem im Grenzbereich zu erfahren, führte der zweite Tag der Reise die 21 Gäste auf die Rennstrecke von Varano. Auf der 2,4 Kilometer langen Piste absolvierten sie ein Sportfahrer-Training des renommierten Andrea de Adamich Safe Driving Centre. Unter professioneller Anleitung tasteten sich die Gäste im Alfa Romeo 4C sowie im Giulietta Quadrifoglio Verde und MiTo Quadrifoglio Verde ans Limit heran.

Die Zwei-Tages-Reise nach Italien war ebenso außergewöhnlich und exklusiv wie die „Launch Edition“ des neuen Alfa Romeo 4C. So steht das Sondermodell des kompakten Supersportwagens in zwei besonderen Farben zur Wahl: Rosso Alfa oder Bianco Carrara. Zur Serienausstattung gehören zusätzliche Kohlefaser-Elemente, die das ohnehin geringe Leergewicht des Fahrzeugs weiter reduzieren. Serienmäßig sind außerdem Hauptscheinwerfer mit Bi-LED-Technologie, der dunkel eingefärbte Aluminium-Diffusor unter dem Heck sowie Sporträder im 18-Zoll-Format an der Vorderachse beziehungsweise 19 Zoll Größe an der Hinterachse.

Abgerundet wird die erweiterte Ausstattung der „Launch Edition“ durch Bremssättel und vordere Lufteinlässe in speziellen Farben, eine Rennabgasanlage sowie Stoßdämpfer und Stabilisatoren in Rennabstimmung. Im Innenraum kennzeichnen spezifische Schalensitze, bezogen mit einer Kombination aus Leder und Mikrofaserstoff mit weißen Kontrastnähten, und eine Plakette mit der individuellen Seriennummer (1 bis 500) die „Launch Edition“ des neuen Alfa Romeo 4C. In Kombination mit der Karosseriefarbe Rosso Alfa zieren außerdem rote Nähte die Sitze, das Lenkrad, die Handbremse, die Armlehnen in den Türen und die Fußmatten. Schade nur, dass alle der 500 Exemplare schon längst verkauft sind.