Spektakuläre Weltpremiere: 2. Generation Jaguar XF

24.03.2015 | Christian Sauer | News

Jaguar XF 2015
Mit einer dramatischen Hochseil-Fahrt im Herzen der Londoner City hat Jaguar heute die neue Generation des XF zum ersten Mal gezeigt.

Stuntman Jim Dowdall, der schon in Bond- und Indiana Jones-Filmen für Schauspieler bei gefährlichen Szenen als Double agierte, steuerte den Jaguar in luftiger Höhe über das Wasser der im East End gelegenen Docklands. Mit der spektakulären Überwasser-Passage wollte das Unternehmen die gewichtsoptimierte Aluminium Konstruktion der Business-Class-Limousine auf besondere Weise demonstrieren. Der neue XF ist 80 Kilogramm leichter als sein schärfster Konkurrent mit Vierzylinder Motor; er begnügt sich in seiner sparsamsten Variante mit einem Verbrauch von 3,9 Litern/100 km (=104 g/km CO2).

 

Der neue Jaguar XF, der seine weltweite Publikumspremiere am 1. April in New York feiert, soll das Segment der Business-Class-Limousinen mit einer einzigartigen Mischung aus charismatischem Design, Luxus, gediegener Verarbeitung und hoher Effizienz bereichern.  Die dynamische und coupéartig geformte Karosserie umhüllt einen zum überwiegenden Teil aus gewichtssparendem Aluminium bestehenden Unterbau. Auf dieser Basis verbindet der neue Jaguar XF laut dem Hersteller perfekte Proportionen sowie elegante Oberflächen und Linien mit einem sehr günstigen Cw-Wert. Zugleich offeriert er dank des verlängerten Radstands ein in seiner Klasse führendes Platzangebot.  Das Interieur präsentiert sich als eine stimmige Komposition aus modernem Luxus, in bekannt hoher Jaguar Qualität verarbeiteten Materialien und hochmodernen Multimedia Systemen. Darunter sind ein frei konfigurierbarer und 12,3“ großer Instrumenteneinsatz in TFT-Technik und das hochmoderne Infotainment System InControl Touch Pro Premium.

„Während der Arbeiten zum neuen XF wurden wir von der hohen Disziplin der Einfachheit geleitet. Jede Linie am Exterieur hat eine klare Funktion – nichts ist überflüssig. Eine solche Einfachheit zu erreichen erfordert Zeit und große Entschlussfreudigkeit. Es ist denkbar einfach, einem Auto viele Linien zu verpassen, doch weitaus schwerer, durch das Weglassen von Linien den Charakter zu stärken.“ so Ian Callum, Jaguar-Designdirektor und weiter „Beim Interieur wurden wir von dem Wunsch getrieben, die XF Kabine zugleich aufgeräumt und komfortabel zu gestalten. Neue Technologien wie der 10,2“ große zentrale Touchscreen wurden sorgfältig mit Materialien kombiniert, welche die Passagiere verwöhnen und in eine ausgeglichene Stimmung versetzen. So verströmt der neue XF innen wie außen Ruhe und Stärke – und ich bin stolz darauf, dass mein Team diese Atmosphäre erzeugen konnte.“

Schon der erste XF setzte 2007 mit seinem fließenden, an ein Coupé erinnerndes Exterieur und dem luxuriösen Interieur neue Akzente in punkto Ästhetik und Fahrdynamik. Als Folge wurde er mit Preisen geradezu überhäuft und avancierte schnell zum Jaguar Bestseller. Die zweite Generation des Jaguar XF baut auf den Kerneigenschaften des Vorgängers auf, hebt diese mit Hilfe der neuen modularen Leichtbau-Architektur von Jaguar Land Rover jedoch auf ein neues Niveau. Ein Anteil von 75 Prozent Aluminium im Karosseriebereich ermöglicht im Vergleich zum Vorgänger Gewichtseinsparungen von bis zu 190 Kilogramm. Zugleich steigt die Torsionssteifigkeit um bis zu 28 Prozent. Auch bei der Raumausnutzung und den für das Jaguar Design essentiellen Proportionen ergeben sich günstige Abstrahleffekte. Obwohl der neue Jaguar XF sieben Millimeter kürzer und drei Millimeter flacher ist als das auslaufende Modell, spendet der um 51 auf 2.960 Millimeter verlängerte Radstand ein Plus an Bein-, Knie- und Kopffreiheit im Fond. Auch bei der Aerodynamik legt der neue XF zu: sein Cw-Wert sank von 0,29 auf 0,26.

 

Die positiven Auswirkungen der Aluminium Leichtbauarchitektur werden durch die ebenfalls auf maximale Effizienz getrimmte und durchgehend nach Euro 6 abgaszertifizierte Motorenpalette des neuen XF weiter verstärkt. Das trifft vor allem auf die brandneuen Turbodiesel der Ingenium-Baureihe zu. Jaguar bietet die Selbstzünder in zwei Leistungsstufen mit 163 PS und 180 PS sowie Drehmomentspitzen von 380 und 430 Nm; alternativ zu kombinieren mit einem manuellen Sechs- oder automatischem Achtgang-Getriebe. In der Variante mit 163 PS avanciert der XF mit CO2-Emissionen von 104 g/km zum leichtesten und sparsamsten Modell innerhalb aller Vierzylinder-Diesel-Fahrzeuge ohne Hybridantrieb.  Die oberhalb davon rangierenden V6 Aggregate werden durchgehend mit der bewährten Achtstufen-Automatik von ZF verblockt. Den per Kompressor aufgeladenen 3.0 Liter V6 Benziner hat Jaguar ebenfalls in zwei Leistungsstufen im Programm – mit 340 PS und 380 PS sowie einem maximalen Drehmoment von jeweils 450 Nm. Die Palette wird abgerundet von einem ebenfalls 3.0 Liter großen V6 Diesel mit 300 PS Nennleistung. Mittels paralleler und sequentieller Bi-Turbo-Aufladung mobilisiert diese XF Variante ein eindrucksvolles Drehmoment von bis zu 700 Nm und schwingt sich mühelos zur elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h auf.

Die sowohl leichte wie sehr steife Rohkarosserie ist eine weitere Grundvoraussetzung für die hohe Fahrdynamik des neuen Jaguar XF. Die Vorderachse an doppelten Dreiecksquerlenkern, die hintere Integral Link-Einzelradaufhängung und eine ausgeglichene Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 sichern eine ausgewogene Synthese aus geschmeidigem Abrollkomfort und sportlichem Handling.  Die mit Erfahrungen aus dem F-TYPE und XE auch für den XF entwickelte elektromechanische Servolenkung (EPAS) garantiert darüber höchste Lenkpräzision und hilft, die ohnehin moderaten Verbräuche zusätzlich zu senken.  Durch ein Zusatz-Ventil zum Absenken der Dämpferkräfte bei niedrigen Geschwindigkeiten erreicht Jaguar einen besonders geschmeidigen Abrollkomfort. Um auch bei dynamischer Fahrt immer die passende Dämpfereinstellung herstellen zu können, passt zusätzlich ein adaptives Dämpfersystem die Kennungen blitzschnell der jeweiligen Fahrsituation an. Beim erstmals für den F-TYPE entwickelten Programm Jaguar Configurable Dynamics kann der Fahrer dann sogar individuell auswählen, welche Parameter und Algorithmen er für Dämpfer, Lenkung, Motorcharakteristik und Automatikgetriebe verändern will.

Auch Allradantrieb war von Anfang an im Lastenheft des neuen Jaguar XF verankert. Das AWD-System wird aufgewertet durch ein neues „torque on-demand“-System sowie einen leichteren und geräuschärmeren Kettenantrieb für das Verteilergetriebe.  Das Einsatzspektrum eines XF AWD wird zusätzlich durch das von Jaguar erstmals im allradgetriebenen F-TYPE eingesetzte System Intelligent Driveline Dynamics (IDD) erweitert: Es bewahrt den für Jaguar typischen Heckantriebscharakter und veredelt ihn mit allen Vorteilen eines Vierradantriebs. Auch für heckangetriebene XF Versionen hat Jaguar eine effiziente Traktionshilfe vorgesehen: Die für das Anfahren auf lockerem Untergrund entwickelte „All-Surface Progress Control“ regelt im Stil einer Launch Control automatisch das Zusammenspiel zwischen Bremse und Gaspedal. Während der Jaguar ohne Schlupf sicher vom Fleck kommt, braucht sich der Fahrer nur noch aufs Lenken zu konzentrieren.

Auf dem Gebiet Infotainment & Connectivity markiert der neue XF aktuell die technologische Speerspitze des Jaguar Modellprogramms. Das komplett neue InControl Touch Pro System präsentiert alle Informationen auf einem in der Diagonale 10,2“ messenden Touchscreen mit Dual View Technologie. Die „Split view“-Funktion macht es möglich, dass der Fahrer zum Beispiel Informationen zur Routenführung einsieht, während der Beifahrer eine DVD genießt. Um die riesigen Datenmengen verarbeiten zu können, stützt sich InControl Touch Pro auf einen Festplattenantrieb mit Quad-core-Prozessor und ultraschnelles Ethernet. In Kombination liefert dieses State-of-the-art Netzwerk ungewöhnliche Graphiken, sehr kurze Reaktionszeiten und Möglichkeiten zu weiteren Upgrades in der Zukunft.  Die perfekte Ergänzung zu InControl Touch ist das konfigurierbare TFT-Kombiinstrument im Format 12,3“. Jaguar Land Rover hat diese Technik erstmals im Jaguar XJ und Range Rover eingeführt und lässt sie nun auch der Businessclass Limousine XF zugute kommen. Damit jede Reise noch sicherer und entspannter wird, rüstet Jaguar den neuen XF mit einer breiten Palette von Fahrerassistenzsystemen und einem Head-Up Display aus. Er ist zugleich der erste Jaguar mit Voll-LED-Scheinwerfern.