Die Pferde sind los – eine Fahrt im 68er Ford Mustang

28.08.2014 | Anja Sauer | Testrides

Ford Mustang Teaser 2

Das Automatikgetriebe arbeitet erstaunlich flüssig und so genieße ich das Gefühl, diesen Traumwagen zu steuern. Unebenheiten spürt man fast nicht, denn der Ford gleitet mit seinen dicken Pneus über sämtliche Schlaglöcher hinweg und es macht wirklich Spaß über die trockenen Straßen zu cruisen. Vorsicht ist aber beim Meilentacho geboten, man muss schon umrechnen, sonst wird’s teuer. „Eigentlich war der Mustang ein Frauenauto.“, so Stephan Klaas und tatsächlich, in der Bedienungsanleitung sind nur Frauen am Steuer zu sehen – in High Heels. Ob es damals viele Unfälle mit Mustangs gab? …

In jedem Fall zieht so ein alter Mustang sämtliche Blicke auf sich, überall auf der Strecke winken uns Leute zu und erfreuen sich an den schönen amerikanischen Schlitten. Natürlich gibt’s auch was auf die Ohren, denn mit seinem klassischen V8-Blubbern kann er sich nicht unauffällig anschleichen. So ein Mustang ist übrigens gut unterhaltbar: Die Motoren sind zwar durstig aber robust, einzig ein intensiver Rostschutz und gute Scheibendichtungen sollten bedacht werden, sonst gibt es wenig Probleme und Ersatzteile gibt es auch für fast alle „Problemzonen“. Für ca. 17.000 Euro bekommt man schon ein gut erhaltenes und fahrtüchtiges Pferdchen, seltene Exemplare können allerdings schnell sehr teuer werden.

Auf dem Ausstellungsgelände in Schloss Dyck ankommen, ist die Fahrt dann leider schon vorbei. Ich hätte noch stundenlang weiterfahren können. Ein historischer Mustang hat schon seinen ganz besonderen Charme. 2015 kommt der neue Mustang nach Deutschland. Mal sehen, wann wir ihn testen können. Vielen Dank an dieser Stelle an Ford Classic Cars für die Einblicke in die 151-jährige Historie und natürlich an Stephan Klaas für die Mitfahrt und seinen Mut, das Steuer aus der Hand zu geben.