Die Pferde sind los – eine Fahrt im 68er Ford Mustang

28.08.2014 | Anja Sauer | Testrides

Ford Mustang Teaser 1
Drivers Club Germany Redakteurin Anja Sauer durfte auf dem Weg vom Ford-Werk Köln zu den Classic Days auf Schloss Dyck mitfahren und die alten Pferdchen hautnah erleben.

Der Ford Mustang ist das Ponycar schlechthin. Ponycar – so heißt er nicht nur, weil er ein Pferd im Kühlergrill hat, sondern weil er, verglichen mit einem Cadillac zum Beispiel, recht kompakt war. Seit nunmehr 50 Jahren und neun Millionen verkauften Exemplaren galoppiert der Mustang über die Straßen dieser Erde. Anlässlich diesen Jubiläums darf ich bei der 15 Autos starken Mustang-Parade dabei sein und vom Ford-Werk in Köln zu den Classic Days auf Schloss Dyck mitfahren.

Treffpunkt mit den teilnehmenden Mustang-Eignern sind die Classic Car-Hallen, in der einige liebevoll erhaltene Schätzchen der Ford-Historie zu bestaunen sind. Darunter ein Ford Modell T aus dem Jahre 1915, ein Ford Eifel von 1936 sowie ein Ford Capri Tourenwagen, mit dem Klaus Ludwig so einige Erfolge feierte. Viele schicke Ford-Taunus-Modelle strahlen mich auch an und so kann ich mich wie so oft nicht entscheiden, welches Ausstellungsstück das Schönste ist. Nach einer kleinen, exklusiven Führung geht es dann los auf die Mustang-Tour durch das Rheinland bis nach Schloss Dyck. Zum Glück gibt es genug freie Plätze für die Mitfahrt in einem der historischen Mustangs, die 1964 auf der Weltausstellung in New York das Licht der Welt erblickten. Nun muss ich mich für ein Ponycar entscheiden, was mir sehr schwer fällt – am liebsten hätte ich mich auf mehrere aufgeteilt. Soweit so gut, Lieblingsfarbe Türkis, also fahre ich mit bei Stephan Klaas vom Classic Mustang Stammtisch Köln in seinem 68er in „Tahoe-Türkis“.

Auf dem bequemen (ebenfalls türkisen) Beifahrersitz mache ich es mir gemütlich – sogar mit Beckengurt, der damals noch nicht selbstverständlich war. Der Mustang ist originalgetreu erhalten und das Steuer wird von seinem Fahrer natürlich nie aus der Hand gegeben – fast nie. Auf etwa halber Strecke und um einiges Mustang-Wissen reicher, darf ich sogar selbst ans Steuer. Ich? Oh je, wenn der wüsste, was ich für einen riesen Respekt vor Oldtimern habe. Aber gut, es reizt mich doch sehr und so darf ich ein paar Kilometer mit dem ca. 200 PS starken US-Sportwagen fahren. „Vorsicht, der hat keinen Bremskraftverstärker und die Lenkung ist wie bei einem Schiff!“ sagte Stephan Klaas – behutsam gebe ich Gas und setze ich mich in Bewegung.