Best of 2015: Das 24h-Rennen 2015

30.12.2015 | Anja Sauer | Lifestyle, News, Testrides

Teaser 2

Apropos Rennen: Ein paar Autos und deren Ergebnisse muss ich hier doch noch erwähnen. Klar ist der erneute Sieg von Audi (Audi Sport Team WRT) beim ersten Start im neuen R8-Rennwagen gigantisch. Auch der zweite Platz des BMW Z4 GT3 (BMW Sports Trophy Team Marc VDS) und der dritte Rang des Falken-Porsche 911 GT3 R sind tolle Ergebnisse. Ich freue mich aber besonders über das Durchkommen von dem sehr herzlichen Publikumsliebling und Skateboard-Legende Titus Dittmann mit seiner knallgrünen Viper – nach mehreren Anläufen endlich die ganze Distanz geschafft und die 3.000 Stunden unentgeltliche Arbeit seines Teams haben sich nun auch gelohnt. Weiterhin schneiden die beiden Bentley Continental GT3, die zum ersten Mal beim 24h-Rennen dabei sind, sehr gut ab. Der Sound dieser V8-Boliden ist einfach genial. Auch ein paar andere Briten, wie der Bilstein-007-Aston Martin kommen mit ordentlichen Ergebnissen ins Ziel.

 

Von den Nissans kommt nur der vom GT Academy Team RJN ins Ziel – dafür aber auf Platz 9 – ein noch nie da gewesenes super Endergebnis. Dessen Fahrt verläuft problemlos im Gegensatz zum Schulze-Motorsport-Nissan, der leider eine Stunde vor Rennende mit einem Getriebeschaden „auf der Strecke“ bleibt. Gerade noch so in die letzte Runde schafft es der SCG 003C von James Glickenhaus, der amerikanische Regisseur und Milliardär, der schon vor ein paar Jahren mit seinen umgebauten Ferrari P4/5 Competizione an den Start ging. Diesmal hat er zwei komplett eigene Autos aufgebaut, die fast wie Prototypen wirken. Einer der beiden wird nach einem Unfall im Training nicht an den Start geschickt, aber dafür der andere. Allerdings verweilt er kurz vor Schluss eine halbe Ewigkeit in der Box und alle haben Angst, dass er es nicht mehr auf die Strecke schafft. Doch etwa acht Minuten vor Schluss wird er auf die Pit-Lane geschoben und die gesamte Boxengasse sowie das Publikum (und ich) bejubelten den auffälligen Wagen vom sympathischen James Glickenhaus, als er aus eigener Kraft losfährt und dann das Rennen doch noch beendet.

Mein Fazit nach einem ebenso anstrengenden wie aufregenden Wochenende: Das 24h-Rennen ist immer wieder ein Erlebnis und ich freue mich auch besonders für die kleinen Teams, die ihr ganzes Geld zusammensparen und viel Herzblut in Ihre Clios, Corsas und Co. stecken, um am legendären Rennen teilnehmen zu können und es dann hoffentlich  schaffen. Meine Herzlichen Glückwünsche geht an alle Teams, vor allem an alle (gesund gebliebenen) Rennfahrer, die auf dieser magischen Strecke 24 Stunden Vollgas geben. Bis nächstes Jahr am Ring!