Best of 2015: Das 24h-Rennen 2015

30.12.2015 | Anja Sauer | Lifestyle, News, Testrides

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Der 43. Langstrecken-Klassiker auf dem Nürburgring ist Geschichte. Zeit für einen etwas anderen Rückblick von unserer Redakteurin Anja Sauer.

Es ist wieder Ruhe eingekehrt in der Eifel. Die 24 Stunden Mitfiebern sind vorbei und von den riesigen Fanlagern ist keine Spur mehr zu sehen – als wäre nichts gewesen. Wer noch eine detaillierte Rennberichterstattung lesen möchte, tut dies am besten bei unseren Kollegen, wie Bjoern Habegger von Mein Auto Blog oder Bernd Schweickard von AWR. Ich möchte das „Drumherum“ ein bisschen näher beschreiben.

Die einmalige Atmosphäre am Ring erlebt man am besten von der Rennstrecke aus – nur leider oder zum Glück fahre ich nicht als Rennfahrerin mit und habe in der Regel nicht die Möglichkeit von der Nordschleife aus die Fans zu betrachten. Ich habe aber Losglück und fahre im Nissan Nismo Corso in einem 370Z Nismo kurz vor dem Rennstart über die Strecke. Seit dieser Runde habe ich noch mehr Respekt vor diesem Rennen und den Rennfahrern, besonders, wenn sie nachts nur allein mit sich und ihrem Licht durch die Dunkelheit rasen.

 

Es ist Wahnsinn, was die Fans so alles auffahren und aufbauen sowie ein einmaliges Gefühl, wenn sie jubeln, sobald ein Auto über den Ring fährt. Von kleinen Zelten bis zu mehrstöckigen „Tribünen“ ist alles dabei – wer nach dem Rennen eine Couch und Kühlschränke sucht wird hier fündig, denn die Fans lassen so manches funktionsfähige Stück einfach zurück. Mit dem Nissan macht es einen riesen Spaß, über die Nordschleife zu fahren, denn der 344 PS starke Kompaktsportler gibt sich sehr agil, direkt und knackig in den verschiedenen Streckenabschnitten. Doch irgendwann geht auch mal diese ganz besondere Runde auf der Nordschleife zu Ende – danach brauche ich allerdings ein kräftiges Mittagessen im Nissan Nismo-Racecamp am ADVAN-Bogen der Grand-Prix-Strecke, wo wir auch in erster Reihe im Zelt übernachten und die Rennwagen zumindest in der Nacht nicht aus den Ohren verlieren. Das Racecamp hat jetzt auch 2-Bett-Container, die für etwa 850 € pro Person „all inclusive“ zu buchen sind.

Weiter geht’s zur 1.500 Quadratmeter großen AMG-Erlebniswelt, die erstmals an der NGK-Schikane einen super Standort hat. Die Sport-Marke von Mercedes-Benz präsentiert sich sehr sympathisch, denn hier wird dem Publikum mit Live-Musik, gutem Essen zu fairen Preisen und den neuesten PS-Boliden viel geboten. Unter anderem ist der neue AMG-GT3-Kundensport-Rennwagen zu sehen – der ist ebenso zum Anfassen da, wie zahlreiche Rennfahrer bei einer Autogrammstunde. Abends ist dann Race-Party angesagt. Auch diverse Boxenstopp-Wettbewerbe finden für die Fans statt. Für mich bekommt der Auftritt von AMG eine glatte „1“. Vis-a-vis von Mercedes-AMG präsentierte BMW seinen M6 GT3, der ab kommender Saison in Rennen starten soll sowie das 600 PS starke Competition Paket für die  M6-Straßenversionen. Weiterhin war Porsche mit dem neuen 911 GT3 R am Ring und zeigte diesen neuen Rennwagen erstmal abseits des diesjährigen Renngeschehens.